Produktsicherheit
Pharmabranche
Bis zu einem Zehntel der Umsätze gehen der Pharmaindustrie durch illegalen Zwischenhandel mit gefälschten Produkten verloren. Dem steuert der Pharmakonzern Pfizer nun mit Hilfe von RFID entgegen. Seit Dezember 2005 stattet der Konzern jede Viagra Packung mit einem Transponder aus, der das Potenzmittel eindeutig als Original ausweist. Außerdem können die Codes auf einer gesicherten Website abgeglichen werden, um auch getarnte Fälschungsversuche aufzudecken. Der elektronische Herkunftsnachweis trägt dazu bei, die Sicherheit der Patienten zu verbessern, indem er Händlern das Erkennen von Plagiaten erleichtert.
Rückverfolgbarkeit
Verschiedene Skandale bei der Fleischverarbeitung haben gezeigt, dass eine effektive Kontrolle von Fleisch- und Wurstwaren bislang fehlt. Eine Expertengruppe aus fünf deutschen Forschungsinstituten arbeitet nun an einem Verfahren, bei dem die Produktionskette von Fleisch- und Wurstwaren vom Erzeuger über die Verarbeitung und den Handel bis zum Endverbraucher gezielt erfasst und die jeweiligen Zustände der Waren lückenlos dokumentiert werden können. Das Konzept besteht aus zwei Komponenten: Ein Frischescanner ermittelt durch optische Sensorik schnell und unkompliziert den jeweiligen Frischezustand der Produkte. Auf einem direkt am Produkt angebrachten RFID-Transponder werden zudem alle Verarbeitungs- und Transportdaten wie Zeit, Temperatur, Feuchte oder Lichteinfall gespeichert. Sämtliche Frischeparameter sind auf diese Weise aktuell mess- und abrufbar und die Historie der Lebensmittel kann in jeden Schritt zurückverfolgt werden.






